Lexikon – Dill (Anethum graveolens)

Dill

Dill

Standort:
Dill gedeiht am besten an sonnigen Standorten auf warmen, leichten Böden, mit gutem Wasser- und Nährstoffhaushalt.

Geschmack und Verwendung in der Küche:
Dill hat einen leicht flüchtigen appetitlich, holzigen Duft mit “frischer Brise” und einen kräftig würzigen erfrischenden Geschmack. Für Dillsuppe, feine Soßen, frische Salate (besonders Gurken), Tofu – und Fischsalate, Fischsuppen, Kochfisch, zu Tomaten, Quark, zum Einlegen von Gurken, zu Mayonaisen, Dips, Kräuterbutter,Kräutersenf und Kräuteressigen eignet er sich besonders gut.

Wirkungsweise:
Dill wirkt blähungstreibend und wohltuend entspannend auf Magen und Darm, appetitanregend und verdauungsfördernd. In der Volksmedizin werden Dillfrüchte außerdem zur Anregung der Milchbildung verwendet.

Wissenswertes:
Für die Verwendung der Pflanze zur Anregung der Milchbildung werden bereits in alten Kräuterbüchern Rezepte erwähnt. Zum Beispiel heißt es im Anholter – Moyländer Kräuterbuch, einer Abschrift des Kräuterbuches von Johannes Hartlieb aus dem 15. Jh über den Dill u.a.: “…Wenn eine Amme den Samen des Krautes in Fleischbrühe oder auf sonstige Art trinkt, bringt es viel Milch. …”*

*Das Faksimile des Anholter- Moyländer Kräuterbuches wurde zusammen mit einem wissenschaftlichen Begleitband Im Juni 2004 von Irmgard Müller, Michael Martin und Peter Wiehl herausgegeben und durch die Stiftung des Museums Schloß Moyland veröffentlicht. Der oben zitierte Text ist ein Auszug aus der Transskription des original Kräuterbuchtextes aus dem wissenschaftlichen Begleitband.

Dill
(Anethum graveolens)

Dill, Dill, blühend
Dill, blühend

Dill, Blüten
Dill, Blüten

Dill, Dill, Blätter
Dill, Blätter

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