Lexikon – Salbei

Ein altes provençalisches Sprichwort lautet: „L’aigo boulido sauvo la vido“. Was soviel heißt wie „gekochtes Wasser rettet das Leben“. Hinter dem Salbei„L’aigo boulido“ verbirgt sich eine einfache, auf Wasser, nicht Brühe, gekochte Suppe aus Knoblauch, Lorbeer, Thymian und Salbei, die mit Eigelb legiert wird. Die ihr zugeschriebene Heilkraft reicht auf Traditionen aus der römischen Antike zurück: Salbei war dem Göttervater Jupiter geweiht – ihm wurden überirdische Potentiale zugeschrieben.

Seine dem Kampfer verwandten ätherischen Öle wirken entzündungshemmend, helfen gegen Magen- und Darmerkrankungen, Husten und Heiserkeit.

Auch wenn getrockneter Salbei, aus dem u.a. Gesundheits-Tee bereitet wird, streng nach Apotheke riecht, als frisches – oder, besser noch: leicht welkes – Würzkraut für Fleisch (Saltimbocca), Kalbsleber, Aal und vieles mehr ist er aus der italienisch inspirierten Küche nicht wegzudenken.

Die Aromaten seiner grauen, ledrigen Blätter entfalten sich erst unter Hitze-Einwirkung, jedoch zu lange (mit-)gebraten werden sie bitter; roh sollte er wegen seines herben Geschmacks und der ledrigen Konsistenz nicht verwendet werden. Salbei in etwas Öl kurz fritiert ist eine köstliche Dekoration zu Kalbsleber bzw. -braten!

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