Lexikon – Beifuß (Artemesia vulgaris)

Beifuss

Beifuß © Heike Rau

Standort:
sonnig warm, nährstoffreiche auch gern leicht feuchte Böden Geschmack und Verwendung in der Küche:

Geschmack und Verwendung in der Küche:
balsamischer Geruch, herb aromatisch – bitterlicher Geschmack, für Schmalz, fette und schwere Gerichte, fette Käsegerichte (z.B. mit Feta), Kräuteröle und Essige, für Soßen, Gemüsepfannen und Hülsenfrüchte. Typisches gewürz für die “Weihnachtsgans”

Wirkungsweise:
Beifuß enthält Bitterstoffe und fördert die Bildung von Magensaft und Gallenflüssigkeit. Mit Beifuß als Gewürz
kann die Verdaulichkeit üppiger Mahlzeiten verbessert werden. Beifuß ist ein traditionelles Frauenkraut. Er hat eine wärmende und entkrampfende Wirkung auf die Gebärmutter und den gesamten Unterleib und er fördert die Menstruation. Außerdem hat die Pflanze eine äußerst positive Wirkung auf die Füße. Der Aufguß aus Beifußkraut kann als Fußbad verwendet werden, Beifußöl eignet sich hervorragend für Fußmassagen nach einem anstrengenden Tag. Schmerzende Füße werden warm und entspannt.

Wissenswertes:
Beifuß ist eine einheimische Wildpflanze. Er hat in Europa eine lange Tradition als heilige Pflanze und Zauberpflanze. Die positive Wirkung auf die Füße scheint schon lange bekannt zu sein. Beifuß gilt traditionell als Beschützer für Wanderer und Reisende. Denn, wer auf Reisen ist und Beifuß bei sich trägt, soll vor allerlei Gefahren geschützt sein. In die Schuhe gelegt oder ans Bein gebunden sorgt er dafür, daß der Wanderer nicht so schnell müde wird. Von dieser Verwendung leitet sich wohl auch der Name ab. Aber auch als Zauberpflanze zur Reinigung, Heilung und für magische Rituale hat die Pflanze Tradition. Dazu wird sie u.a. gräuchert, zu Kränzen geflochten usw. Beifuß ist auch Bestandteil des “Neunerbuschens” oder “Weihbuschens”, wie er in den ländlichen Gegenden Süddeutschlands noch heute am 15. August (Kräuterweihe, “Maria Himmelfahrt”) gebunden wird. Der botanische Name “Artemisia” ist abgeleitet von der Göttin Artemis. Artemis ist die Beschützerin der wilden Tiere und der Gebärenden. Sie ist zuständig für Heilung und Fruchtbarkeit.

 

 

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